Die wichtigsten Fachbegriffe der Immobilienbranche – verständlich, präzise und ohne Jargon. Für Eigentümer, Käufer und alle, die Klarheit wollen.
Die gleichbleibende Jahres- oder Monatsrate eines Darlehens, bestehend aus Zins- und Tilgungsanteil. Der Tilgungsanteil steigt mit der Zeit, während der Zinsanteil sinkt.
Bauzeichnung, aus der die Aufteilung eines Gebäudes in Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum ersichtlich ist. Pflichtbestandteil für Wohnungseigentum.
Verhältnis der Darlehenssumme zum Beleihungswert der Immobilie. Je niedriger, desto bessere Zinskonditionen bieten Banken in der Regel.
Durchschnittlicher Lagewert des Bodens pro Quadratmeter, ermittelt vom Gutachterausschuss. Wichtige Kennzahl bei der Bewertung von Grundstücken in Dresden und Cottbus.
Abschlag vom Nennbetrag eines Darlehens, der bei Auszahlung einbehalten wird. Führt zu niedrigerem Nominalzins, aber identischer Gesamtbelastung.
Pflichtdokument beim Verkauf oder der Vermietung. Dokumentiert die energetische Qualität eines Gebäudes – als Bedarfs- oder Verbrauchsausweis.
Das Recht, auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu errichten und zu nutzen – gegen einen regelmäßigen Erbbauzins.
Bewertungsmethode für vermietete Immobilien. Der Wert ergibt sich aus den zu erwartenden Mieteinnahmen und dem Liegenschaftszins.
Einmalige Steuer beim Immobilienkauf. In Sachsen 3,5 %, in Brandenburg 6,5 % des Kaufpreises – ein wesentlicher Kostenfaktor der Kaufnebenkosten.
Dingliches Recht an einer Immobilie zur Sicherung eines Darlehens. Im Grundbuch eingetragen und bei Verkauf zu beachten.
Monatliche Vorauszahlung der Wohnungseigentümer an die Verwaltung für Betriebskosten, Instandhaltungsrücklage und Verwaltung.
Zusätzliche Kosten beim Immobilienkauf: Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, Maklerprovision. Je nach Bundesland 9–12 % des Kaufpreises.
Vergütung des Immobilienmaklers bei erfolgreicher Vermittlung. Seit 2020 wird sie in Deutschland beim Verkauf von Einfamilienhäusern und Wohnungen geteilt.
Recht, eine Immobilie zu nutzen und ihre Erträge zu ziehen, ohne Eigentümer zu sein. Oft bei Übertragungen zu Lebzeiten relevant.
Seit Dezember 2020 geltendes Gesetz: Bei Verkauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen an Verbraucher tragen Käufer und Verkäufer die Maklerprovision jeweils zur Hälfte.
Verbleibende Darlehenssumme nach Ablauf der Zinsbindung. Grundlage für die Anschlussfinanzierung.
Bewertungsverfahren für eigengenutzte Immobilien. Grundstücks- und Herstellungswert minus Altersabschlag plus Marktanpassung.
Teile einer Immobilie, die alleiniges Eigentum eines Wohnungseigentümers sind – im Gegensatz zum Gemeinschaftseigentum.
Einkommensteuer auf Gewinne aus dem Verkauf einer Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach Kauf – außer bei Eigennutzung.
Notariell beurkundete Erklärung, mit der ein Gebäude in Wohnungs- und Teileigentum aufgeteilt wird. Grundlage des Grundbuchs für Eigentumswohnungen.
Bewertungsverfahren auf Basis tatsächlicher Verkaufspreise vergleichbarer Objekte. Besonders geeignet für Eigentumswohnungen und Reihenhäuser in städtischen Lagen wie Dresden.
Der Marktwert einer Immobilie – der Preis, der zu einem Stichtag im üblichen Geschäftsverkehr erzielt werden könnte. Auch: Marktwert.
Bundeseinheitliche Regelung zur Berechnung der Wohnfläche. Balkone zählen anteilig, Dachschrägen je nach Höhe.
Zeitraum, in dem der Darlehenszins vertraglich festgeschrieben ist. Üblich: 5, 10, 15 oder 20 Jahre.
Kurzfristige Finanzierung zur Überbrückung, etwa bis zum Verkauf der bisherigen Immobilie oder zur Auszahlung eines Bausparvertrags.